Rückblick auf den Landesdelegiertentag 2024 - neuer Landesvorstand & spannende Fachveranstaltung
17.11.2024
Nach der Begrüßung der Delegierten aus ganz Hessen folgte der Rechenschaftsbericht des Landesvorsitzenden Dirk Peglow für die zurückliegende Amtsperiode.
Danach blickte Michael Finger in seinem Bericht als Landesgeschäftsführer nochmal zurück auf die Personalratswahlen im Mai 2024. Der BDK hat mit insgesamt 11 Freistellungen, zwei Personalratsvorsitzenden und erstmals eine Freistellung im Hauptpersonalrat, das beste Ergebnis seiner über 56-jährigen Geschichte abgeliefert. Gleichzeitig ist der Verein durch den Mitgliederzuwachs enorm angewachsen.
Thorsten Pfeifferling konnten in seinem Rechenschaftsbericht als Landesschatzmeister ebenfalls auf erfolgreiche vier Jahre zurückblicken und den Delegierten einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren. Die Kassenrevisoren bestätigten eine ordentliche Kassenführung und stellten den Antrag auf Entlastung des Vorstands, dem die Delegierten zustimmten. Somit waren die Weichen für die Wahlen des neuen geschäftsführenden Landesvorstands gestellt.
Landesvorsitzender: Dirk Peglow (Bezirksverband Frankfurt am Main) Stv. Landesvorsitzender: Sascha Buschky (Bezirksverband Frankfurt am Main) Stv. Landesvorsitzender: Daniel Zirkel (Bezirksverband Mittelhessen) Stv. Landesvorsitzender: Peter Lubetzki (Bezirksverband Südosthessen) Stv. Landesvorsitzender: Guido Grund (Bezirksverband Westhessen) Landesgeschäftsführer: Michael Finger (Bezirksverband Frankfurt am Main) Stv. Landesgeschäftsführer: Markus Holzapfel (Bezirksverband Nordhessen) Landesschatzmeister: Thorsten Pfeifferling (Bezirksverband Frankfurt am Main) Stv. Landesschatzmeister: Bernd Osterloh (Bezirksverband Frankfurt am Main) Landesschriftführerin: Uta Hertel (Bezirksverband Frankfurt am Main) Stv. Landesschriftführer: Hans-Christian Wielandt (Bezirksverband Westhessen)
Von den Delegierten wurden für die neue Amtszeit auch drei Kassenrevisoren gewählt: Monika Lovric (Bezirksverband Osthessen), Peter Lippert (Bezirksverband Mittelhessen) und Sonja Reiser (Bezirksverband Frankfurt am Main) prüfen in den nächsten vier Jahren die Kasse des Vereins.
Die Fachveranstaltung wurde vom neuen und alten Landesvorsitzenden und Bundesvorsitzenden Dirk Peglow eröffnet. Danach folgten Grußworte vom hessischen Minister für Inneres, Sicherheit und Heimatschutz, Prof. Dr. Roman Poseck, der Bürgermeisterin von Bad Hersfeld, Anke Hofmann, und dem Polizeipräsidenten von Osthessen, Michael Tegethoff.
Vor dem Einstieg in das Thema „Internationale polizeiliche Zusammenarbeit“ übernahm der bekannte Journalist Claas Meyer-Heuer (Spiegel-TV) die Moderation. Er hat bereits mehrere Bücher und Filme zum Thema organisierte Kriminalität und Clanfamilien veröffentlicht und in dem Bereich recherchiert.
Den ersten Impulsvortrag hielt Staatsanwalt Moriz Leo Musinowski von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Er ermittelt u.a. im Bereich der Geldautomatensprengungen und arbeitet dabei eng mit der Polizei zusammen. Er forderte eine engere Zusammenarbeit und bessere Vernetzung von allen Akteuren der Inneren Sicherheit und Justiz.
Danach gab der stv. Exekutivdirektor von Europol, Jürgen Ebner, Einblicke in seine Arbeit bei Europol. In seiner Analyse hat Europol 821 kriminelle Netzwerke festgestellt, in denen 25.000 Mitglieder in 27 Mitgliedsstaaten aktiv sind. Der Einsatz von modernster Technik und scheinbar fast unendliche finanzielle Ressourcen der kriminellen Netzwerke, stellen die Strafverfolgungsbehörden vor enorme Herausforderungen.
Anschließend übernahm Claas Meyer-Heuer die Moderation der Podiumsdiskussion zum Thema. Das Podium bestand neben Jürgen Ebner und Moriz Leo Musinowski aus Dirk Peglow und Timo Göttlich, der stv. Abteilungsleiter Schwere und Organisierte Kriminalität im HLKA ist.
Am Ende waren sich alle Teilnehmer der Diskussion einig, nur im Rahmen enger nationaler und internationaler Kooperationen auf polizeilicher und justizieller Ebene, kann die grenzüberschreitende Kriminalität erfolgreich bekämpft werden. Daneben ist eine erfolgreiche Verfahrensführung nur mit einem hohen Grad der Digitalisierung von Polizeiarbeit möglich. Dies ermöglicht eine beschleunigte Kommunikation zwischen Behörden und schafft die Voraussetzung für eine zielgerichtete Analyse und Auswertung polizeilich relevanter Daten.
Nach einem spannenden Austausch lud der BDK Hessen seine Gäste und die anwesenden Delegierten zu einem Get-Together in den Pavillon des Hotels am Kurpark ein.